Logo

Lynn Pook

Bildende Künstlerin, geboren 1975 (F). Lebt und arbeitet in Berlin und Marseille.

Biographie

Nach einem Magister in Arts Plastiques in Paris, studiert Lynn Pook Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee (1998 – 2003) und absolviert ein Aufbaustudium in Szenographie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe (2004 - 2005).
1998 gründet sie gemeinsam mit den Puppenspielern Uta Gebert und Cyril Bourgois und den Videokünstlern Alberto Trappani und Elinore Burke das Tramtheater, eine internationale Gruppe, die Bildende Kunst und Figurentheater zusammenbringt. Es entstehen zwei Stücke, ENGELSFEDER (2000) und DAS KIND DER HOHEN SEE (2001). Außerdem arbeitet sie mit den Künstlerinnen Lina Faller und Susanne Weck zusammen, um die Problematik der Präsentation der Kunst im öffentlichen Raum zu erforschen. 2005 arbeitet sie als Bühnenbildnerin mit der Choreographin Renate Pook.

KÜnstlerische Arbeit

Lynn Pooks Experimentierfreudigkeit mit bildhauerischen Medien sowie mit Videoinstallationen und Performancekunst führten sie zu einer hybriden Arbeitsform. Ihre Arbeiten schaffen sinnliche, intime Situationen, in denen der Mensch als agierender und empfindender Körper im Zentrum steht. Lynn Pook stellt in ihrer Arbeit die Dominanz der visuellen Wahrnehmung in Frage und erforscht dabei vornehmlich den Tastsinn des Betrachters als neues kreatives Feld.
Seit 2003 entwickelt sie ein besonderes Interesse für die Klangkunst und arbeitet an Installationen, die „audio-taktile“ Phänomene zum Thema haben. Das audio-taktile Prinzip beruht auf Interfaces, die es ermöglichen, akustische und taktile Stimulierungen an der Körperoberfläche zirkulieren zu lassen. Fünfzehn einzeln steuerbare Lautsprecher sind direkt am Körper des Zuschauers befestigt. Dieser nimmt feine, lokale Vibrationen wahr, die auf seiner Haut agieren und durch die Knochenleitung an sein inneres Ohr übertragen werden.
In der ersten audio-taktilen Installation À FLEUR DE PEAU (2003), benutzt Lynn Pook den Körper des Zuschauers als Vorstellungsraum. À FLEUR DE PEAU war nominiert für den International Media Art Award 2004, organisiert vom SWR und dem ZKM Karlsruhe (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) und erhielt eine lobende Erwähnung auf der Biennale WRO (Breslau, P, 2005). 2005 entwickelte Lynn Pook zusammen mit Julien Clauss die Installation PAUSE, die fünf audio-taktile Interfaces miteinander vernetzt. PAUSE untersucht die interindividuellen Beziehungen und die Möglichkeit, mit Tastreizen und Klängen virtuelle Räume zu schaffen.

Arbeiten (Auswahl)

  • INVISIBLE - IMMUNSYSTEM, Installation: Galerie Field, Berlin (D), 2008.
  • ...SIND IM PARK, Projekt im öffenlichen Raum : Galerie Pankow, Berlin (D), 2003.
  • NEUERÖFFNUNG, Projekt im öffentlichen Raum: Kleistfesttage, Frankfurt/Oder (D), 2002.
  • SCHLÄFER, Videoinstallation: "Kunst am Bau", Kaiserslautern (D), 2002.
  • TOUCH ME, Soundinstallation in Zusammenarbeit mit Lina Faller: Festival VIOLens, Tabor (CZ), 2002.

Audio-taktile Installationen

  • PAUSE : Circuit éclectique#2, Théâtre de l'Agora, Evry (F), 2008; Festival#5 Octopus, Inventeurs d'instruments, Paris (F), 2008; Festival Seconde Nature, Aix-en-Provence (F), 2008; Donaufestival, Krems (AT), 2007; Palais des Congrès, Lyon (F), 2006; Sonic Arts Network, Manchester (UK), 2006; Sonambiente, Festival für hören und sehen, Berlin (D), 2006; Festival Ars Numerica, Montbéliard (F), 2005; Festival Emergences, Paris (F), 2005.
  • RAPLAPLA : Aire de Conflu(x)ence, Luxembourg (L), 2007; Passerelles, Nevers (F), 2007; International Istanbul Digital Performance Platform Techne, Istanbul (TR), 2006; Festival Neue Musik, Rümlingen (D), 2005; Festival Kryptonale, Berlin (D), 2004.
  • A FLEUR DE PEAU: Galerie Blickensdorf, Projekt FIELD, Berlin (D), 2007; Tanznacht, Berlin (D), 2006; Happy New Ears, Courtrai (B), 2006; The nigth of the unexpected, Amsterdam (NL), 2006; Festival I.D.E.A.L, Nantes (F), 2006; Festival Exit, Créteil (F), 2006; Festival Via, Maubeuge (F), 2006; WRO International Media Art Biennale, Breslau (P) 2005; Leonard and Bina Ellen Gallery, Montreal (CA), 2005; Galeria Kapelica, Ljubljana (SI) 2004; Festival Emergences, Paris (F), 2004; Festival Garage, Stralsund (D), 2004; Westend Tanzfestival, Leipzig (D), 2004; Festival Bonntanzt, Bonn (D) 2004; Transmediale, Fly Utopia!, Berlin (D) 2004; Festival für Riskante Musik, Karlsruhe (D), 2003.

www.lynnpook.de