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la luna, luna

Für Federico Garcia Lorca

Federico Garcia Lorca war achtunddreißig Jahre alt, als er zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges 1936 in Granada von aufständischen Gegnern der Republik ermordet wurde. Mit ihm verlor Spanien nicht nur einen Dichter, sondern auch einen Zeichner, einen glänzenden Unterhalter, einen Dramatiker, einen Regisseur, einen Pianisten, Gitarristen und Komponisten.

“Das Theater ist eine Schule des Weinens und des Lachens und eine freie Tribüne, auf der die Menschen alte oder irrige Morallehren deutlich zeigen und durch lebendige Beispiele ewige Regeln des menschlichen Herzens und Gefühls ausdrücken können“. Garcia Lorca in “Plauderei über das Theater”

Mit der Bearbeitung seines feinsinnigen Werkes, das die großen zentralen Sehnsüchte, Probleme und Fragen behandelt, begibt Ton und Kirschen sich auf neue Pfade. Es ist eine endlose Entdeckungsreise durch die Menschheitsgeschichte, durch Länder und Zeiten. Eine Reise voller Genuss, Erkenntnissen und Erlebnissen.

Ton und Kirschen Wandertheater

Ton und Kirschen ist ein Wandertheater, das 1992 von Margarete Biereye und David Johnston in der Nähe von Berlin gegründet wurde. Beide hatten eine 20-jährige Theatererfahrung mit dem englischen "Footsbarn Travelling Theatre", als sich Ihnen die Möglichkeit eines Spiel- und Lebensortes in Glindow im Havelland bot. Seitdem entstanden unter ihrer künstlerischen Leitung 15 Produktionen. Heute gehören zum Ton und Kirschen neun Schauspieler und Musiker aus Deutschland, England, Frankreich und Kolumbien. Als Wandertheater spielen sie oft im Ausland, in Frankreich und Polen, in Indien, Kolumbien, Korea und Marokko... gerne aber auch im Land Brandenburg. Ton und Kirschen ist eine lokale Theaterkommune, deren Heimat die Welt ist.
Ton und Kirschen bringt sein Theater mit, baut je nach Bedarf Tribüne, Licht- und Tontechnik auf, um auf öffentlichen Plätzen unter freiem Himmel oder in Sälen zu spielen.

Das Ton und Kirschen Theater ist gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.
Das Ton und Kirschen Theater erhielt mehrere internationale Preise, sowie den Förderungspreis Darstellende Kunst der Akademie der Künste Berlin/Brandenburg.

Pressestimme

1932 gründete der spanische Dichter Federica Garcia Lorca das Wandertheater „La Barracca“, um im ganzen Land vor der einfachen Bevölkerung und den spanischen Gitanos Klassiker der dramatischen Literatur zu spielen. Die Verbindung zum Wandertheater Ton und Kirschen, das dem 1936 von Falangisten ermordeten Dichter nun eine poetische Hommage widmet, liegt also nahe. Die als Open-Air-Vorstellung konzipierte Produktion entfaltet einen bildmächtigen und musikalischen, assoziativen Reigen durch Lorcas Leben und Werk. Das wunderbar einfache Bühnenbild besteht aus vier großen, im Halbkreis angeordneten, verwitterten Türen. Bei Lorcas Geburt tragen die Frauen schwarze Spitzenschleier, der kleine Prinz ist von einem prächtigen Gewand bedeckt, doch darunter zeigt sich eine Puppe von schäbiger, unvollkommener Nacktheit. Lorca ist später ein schöner junger Mann, die Lorca-Maske mit den großen Augen und dem erstaunt jugendlichen Ausdruck wird abwechselnd von den internationalen Darstellern getragen. Szenen aus den bekannten Theaterstücken, Gedichte und Prosafragmente führen durch das kurze Leben Lorcas, das in der andalusischen Kultur verwurzelt ist. Er wagt einen Ausflug in das kalte New York, wird 1936 in Granada von rechten Milizen ermordet. Lorca möchte sich klein machen in schlechten Zeiten, „am liebsten in einer Orange“. Am Ende darf die Lorca-Puppe die Orange öffnen und essen, ein Bild der Versöhnung – eine Aufführung, die alle Sinne und die Seele berührt.
Regine Bruckmann, Zitty 10. August 2011

Lorca inmitten seiner Tragödien
Insgesamt acht Leichen, getränkt mit Liebe und Hass, Verrat und Eifersucht, Machtgelüsten und Geldgier, aber auch berührte Jungfrauen, ungeliebte Geliebte, gejagte und einsame Bräute und damit ein Einblick in erschütternde Tragödien voller unglücklicher Geschöpfe mit tief lodernden Gefühlen bekamen am Freitagsabend im Lenzener Burggarten die Gäste geboten, die auch den letzten Platz des Wandertheaters Ton und Kirschen eingenommen hatten. Mit dem Stück La luna, luna erwies das renomierte Ensemble mit Margarete Biereye und David Johnston an der Spitze eine genial inszenierte Hommage an den bedeutendsten spanischen Schriftsteller Federico Garcia Lorca, der übrigens 1931 selbst über ein Wandertheater verfügt hatte.
Das Leben des 1898 in der Nähe von Granada geborenen Dichters - dargestellt als Puppe sowie mit einer Maske, die abwechselnd von allen Schauspielern getragen wurde - zog sich wie ein roter Faden durch den Reigen seiner kurz skizzierten Theaterstücke wie der Bluthochzeit oder den Zigeuner-Romanzen, in dessen einer Szene Lorca selbst sitzt, dicht umgeben von den von ihm erschaffenen Zigeunerinnen, bekränzt jedoch von General Franco und dessen Miliz, von dem der junge gesellschaftskritische Autor 1936 schließlich aufgrund seiner gesellschaftskritischen Haltung ermordert wurde.
Voller Allegorien und Metaphorik erweist sich das Werk des Spaniers mit den Hauptthemen Liebe und Tod, dem Verrinnen der Zeit und dem unheilvollen Weltgeschehen, und als Ton und Kirschen den "Mond kamen ließen" - zugleich mit einem Stier, dessen Gehörn der Mondsichel gleicht - wurde den Zuschauern die Bedeutung des Namens La luna, luna klar. Keinen besseren Schlussakkord hätten die Schauspieler finden können als mit Leonard Cohens "Take This Waltz" - in dessen Verlauf die Puppe Lorca die Orange, in der sich der Mensch Lorca zu Lebzeiten so gern verkrochen hätte, aufisst. Und so endete das Stück so, wie es der Spanier sicherlich gern gehabt hätte: "with a garland of freshly cut tears". Kiebitz, August 2011

Trailer

hier

besetzung

regie

Margarete Biereye
David Johnston

in zusammenarbeit mit

Regis Gergouin
Thalia Heninger
Richard Henschel
Rob Wyn Jones
Nelson Leon
Rhona Pierce
Daisy Watkiss

BÜhnenbild und licht

Daisy Watkiss

konstruktionen

Regis Gergouin
Nelson Leon
Daisy Watkiss

masken

Josephine Biereye

MARIONETTEN
Josephine Biereye
Nelson Leon
Daisy Watkiss

Liedkompositionen

Steve Johnston
David Johnston

Gastspielmanagement

Catherine Launay

Produktion

Ton und Kirschen Wandertheater, Glindow 2011 (D)

Mit freundlicher UnterstÜtzung

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (D)

Daten

  • 16. November 2012, Madrid (SP)
  • 11. November 2012, Sevilla (SP)
  • 08. Septembre 2012, Angermünde, Brandenburg (DE)
  • 30. August – 02. September 2012, T-Werk, Potsdam (DE)
  • 11. August 2012, 13. Kultursommer im Dominikanerkloster, Prenzlau (DE)
  • 08. August 2012, Sommerwerft Festival, Frankfurt/ Main (DE)
  • 28. Juli 2012, Théâtre de l’Enfumeraie, Allonnes (FR)
  • 25. – 27. Juli 2012, Festival du pont du bonhomme, Lanester (FR)
  • 05. – 21. Juli 2012 (Ausser den 09., 14. & 15.), Festival Villeneuve en Scène, Théâtres en itinérance, Villeneuve-lez-Avignon (FR)
  • 23. Juni 2012, Langerwisch, Brandenburg (DE)
  • 16. Juni 2012, Friedenfelde, Brandenburg (DE)
  • 08. Juni 2012, Theaterfestival ARTigKlassisch, Haus der Vulkane, Straden (AU)
  • 11. – 12. Mai 2012, Odonien, Sommerblut Festival der Multipolarkultur, Köln (DE)
  • 23. – 25. März 2012, XIII Festival Iberoamericano de Teatro de Bogotá 2012 (CO)
  • 14. – 16. Oktober 2011, Kunsthof Glindow, Werder (Havel) (DE)
  • 07. – 09. Oktober 2011, Kunsthof Glindow, Werder (Havel) (DE)
  • 17. – 21. August 2011, UFA-Fabrik, Berlin (DE)

Von der gleichen Theatergruppe auf dieser Webseite

PERPETUUM MOBILE
UBU

www.tonundkirschen.de

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