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Eine Art Geduld

EINE ART GEDULD ist der vierte und letzte Teil des Performance-Zyklus GHOST LETTERS (1999 – 2005), inspiriert von den gleichnamigen Gedichtband des amerikanischen Schriftstellers Richard McCann. Die Gedichte Ghost Letters erzählen von seinem Umgang mit dem Tod seines Partners in der Aids-Ära der 80er und 90er Jahre.

Die Worte „Eine Art Geduld“ sind ein Zitat aus dem letzten Gedicht Banners, in dem McCann auf seine Erfahrungen zurückblickt: „Trauer schien eine Art Geduld zu sein, die ich lernen sollte“.

Für die Performance EINE ART GEDULD betrachten Nicola Caroli und Jeanette Sendler erneut den Titel des Gedichtbandes: Ghost Letters, Geisterbriefe. Der Dichter möchte Kontakt aufnehmen mit dem Verstorbenen. Dabei berührt er und wird berührt von Papier, dem Schreibinstrument, dem Tisch und dem Stuhl. Nicola Caroli beschäftigt sich mit der inneren und äusseren Bewegung des Schreibens und schreibt Briefe an ihren toten Vater. Jeanette Sendler fokussiert das Papier als Material an sich und schöpft Papier aus Heilpflanzen wie Kamille und Schafgarbe. Die Performerinnen Esther Nicklas und Sigrid Westenfelder übernehmen diese beiden Rollen und choreographieren den Prozess des Schreibens und des Papierschöpfens. Der Musiker Pablo Juanes sammelt Schreibgeräusche und die Geräusche der Performance für seine elektronische Komposition.

Die Performance verbindet die Erinnerung an eine Person mit der Entstehung eines Textes, die Entstehung eines Materials mit der Erinnerung an seinen Ursprung.

richard Mccann

Richard McCann hat ein Master of Fine Arts in Creative Writing, Hollins Universität und ein Ph.D. in American Studies, Universität Iowa. Er lebt in Washington D.C., wo er das MFA Programm in Creative Writing an der American University leitet. Richard McCann ist der Autor von Mother of Sorrows, Prosa, (2005) und Ghost Letters, Gedichte (1994). Er veröffentlicht Prosa und Gedichte in Magazinen wie The Atlantic, Esquire, Ploughshares, und MS und in Anthologien wie The Penguin Book of Gay Short Stories und Best American Essays 2000. Für sein Werk hat er mehrere Stipendien erhalten, u.a. von der Guggenheim Foundation, der National Endowment of the Arts und der Fulbright Foundation. Er ist Mitglied der Board of Trustees des Fine Arts Works Center in Provincetown und der Board of Directors der PEN Faulkner Foundation.

Mitwirkende

Konzept

Nicola Caroli
Jeanette Sendler

Regie, Text, STIMME

Nicola Caroli

Performance und Choreographie

Esther Nicklas
Sigrid Westenfelder

Licht

Frank Vetter

Ton

Pablo Juanes

Ausstattung

Sönke Hoof

Produktionsleitung

Catherine Launay

Produktion

Nicola Caroli, Berlin

Koproduktion

Schloss Bröllin e.V., gefördert vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg Vorpommern

Mit freundlicher Unterstützung

Mime Centrum Berlin

Daten

  • April 2008, Die Druckstelle, Berlin (D)
  • Juli 2005 - Kunstladen, Berlin; Galerie der Künste, Berlin (D)
  • Februar 2005, Festival 100°, Berlin (D)
  • November 2004, Galerie space untitled, Berlin (D)
  • Oktober 2004, Brotfabrik, Berlin (D)

Von der gleichen Regisseurin auf dieser Webseite

LOOKING FOR ANNE
THIRTEEN WAYS OF LOOKING AT A BLACKBIRD

www.nicolacaroli.com

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