© Jean-Pierre Estournet
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Shaekespeares Sonette

Ton und Kirschen Wandertheater (D)

Tags
Produktionsleitung und Gastspielmanagement
Theater

Kaum zwanzig Jahre alt, konnte Shakespeare schon die ersten Erfolge als Bühnenautor und Poet verbuchen. Während er mit Wanderbühnen durchs Land zog, schrieb er, immer wieder unterbrochen von der Arbeit an neuen Stücken und häufigen Reisen, 154 Sonette. Vermutlich beinhalten die Sonette sein persönliches Tagebuch. Sie erlauben uns, in sein geheimnisvolles Leben einzudringen. Wir erfahren von seinen intimsten Wünschen, seiner Eifersucht, seiner Leidenschaft, seiner Verzweiflung. Vor allem versucht er für sich selber zu verstehen, was die tiefere Bedeutung der Anziehungskraft auf einen Mann, eine Frau oder das Schreiben selber ausmacht.

Unsere internationale Theatergruppe TON und KIRSCHEN entschied sich für SHAKESPEARES SONETTE, um Geschichten in Gedichten zu erzählen. In jedem Sonett spürt man die menschliche Figur in einer menschlichen Situation. Die individuelle Annäherung an ein bestimmtes Sonett hat eine positive Wirkung auf die Kreativität jedes einzelnen Darstellers und bereichert so das Gesamtwerk. Alle künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten des Ensembles werden dem Inhalt der ausgewählten Sonette zur Verfügung stehen, um sie mit Bildern, Schauspiel, Musik, Marionetten- und Maskenspiel zu beleben. Einige Sonette werden auch in der originalen Sprache gesprochen.

Das Thema, um das die Sonette kreisen, ist das trivialste und älteste, das die Dichtung kennt – die Liebe. Doch wie Shakespeare dieses Thema angeht, das ist noch heute atemberaubend aktuell. Denn hier schreibt einer im Exzess, wissend, dass unser Dasein endlich ist, gegen die Sterblichkeit des Fleisches und für die Unsterblichkeit des Wortes. (Christa Schuenke, Übersetzerin von Shakespeares Sonette).

Mitwirkende

Regie
Margarete Biereye
David Johnston
Darstellern
Margarete Biereye
Polina Borissova
Regis Gergouin
Richard Henschel
David Johnston
Rob Wyn Jones
Nelson Leon
Daisy Watkiss
Bühnenbild und Licht
Daisy Watkiss
Konstruktionen
Regis Gergouin
Nelson Leon
Daisy Watkiss
Kompositionen
David Johnston
Steve Johnston
Gastspielmanagement
Catherine Launay
Produktion
Ton und Kirschen Wandertheater, Glindow 2015 (D)
Mit freundlicher Unterstützung
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (D)
Kulturamt Potsdam/Mittelmark (D)

Aufführungen

2016
Lange Nacht der Freien Theater, T-Werk, Potsdam (D)
Multikulturelles Centrum, Templin (D)
Langerwisch (D)
Friedenfelde (D)
Theater am Rand, Zollbrücke, Oderaue (D)
ARTigKlassisch & La Notte, Das Festival der Kleinen Kostbarkeiten, Straden (AT)
Festival «Nous n'irons pas à Avignon», Gare au Théâtre, Vitry-sur-Seine (F)
Festival du Pont du Bonhomme, Lanester (F)
Les Veillées Populaires, Allonnes (F)
La grange du Haut Peu, Journet (F)
Festival La Belle rouge, Saint-Amant-Roche-Savine (F)
Prignitz Sommer, Burg Lenzen (D)
Prignitz Sommer, Putlitz (D)
Pfingstberg, Potsdam (D)
ufaFabrik, Berlin (D)
2015
Fabrik Potsdam, Potsdam (D)

Pressestimmen

Ein spielerischer Spaziergang, voller Humor einer sehr großen und bescheidenen internationalen Truppe, die das Publikum auf dem Hügel fasziniert. (Journal d'une accro, Édith Rappoport)

Was gibt es Besseres in diesen kriegerischen Zeiten, als sich mit der Liebe zu beschäftigen. Das Wandertheater „Ton und Kirschen" hat dies mit seiner Inszenierung von Shakespeares „Sonette" getan. Auf den Brettern, die hier ganz besonders die Welt bedeuten, kreisen drei Frauen und vier Männer einen Abend lang poetisch und direkt, eindeutig und differenziert, distanziert und nah zugleich um das menschlichste aller Themen. In über dreißig kurzen Sequenzen, die mal verzaubern, mal verstören oder einfach nur geheimnisvoll bleiben. Eine Auswahl aus Shakespeares 154 Sonette verbinden sie zu einem faszinierend schillernden Kaleidoskop der wechselnden Leidenschaften. (Textur, Büro für Text und Kultur)

„What is your substance?“, ist die erste Frage, die das Stück stellt. Es beantwortet sie mit 36 Sonetten, die wie in einem Episodenfilm die ganze Bandbreite menschlicher Empfindungen spürbar machen. Irrungen und Wirrungen der Liebe mit all ihren Nebenwirkungen. Es verzehren sich die Figuren vor Sehnsucht, sind hochmütig und eifersüchtig und haben mit Verlust und Zurückweisung zu kämpfen. Dennoch verliert sich das Stück keinesfalls in apodiktischem Ernst. (Potsdamer Neueste Nachrichten, Kultur in Potsdam)

Am Ende sind es vor allem die Bilder, die dem Abend ein traumartiges Gespräche geben. Aus Kannen ergießt sich weißer Sand, leere Stiefel wandern über die Bühne- Während es Seifenblasen regnet, steigen aus einer Theatermaske im Aquarium dicke Luftblasen auf. Es fallen weiße Seile vom Himmel, und die brüchigen Bretter, die die Welt bedeuten, werden zerlegt. Ein Spektakel der ruhigen Art, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
(Märkische Allgemeine Zeitung)

Video

Hier gibt es den Trailer.